Kurz und knapp erklärt

Usability und User Experience

„Usability“ und „User Experience“ werden im Zusammenhang mit guten Produkten immer öfter genannt. Gemeint sind damit Anwendbarkeit eines Produkts oder Services bis hin zur Wahrnehmung eines ganzen Unternehmens aus Nutzer- und Kundensicht.

Doch wie definiert man die Gebrauchstauglichkeit einer Website, eines Online-Shops oder – ganz allgemein – einer Mensch-Maschine-Schnittstelle? Das ist nicht immer einfach – vor allem, wenn subjektive Meinungen aus verschiedenen Fachbereichen oder -abteilungen eine Rolle spielen und vielleicht sogar zu Konflikten führen. Deshalb ist es schon in der Produktplanung, aber auch in der späteren Entwicklung wichtig, echte Anwender miteinzubeziehen. So können aus Meinungen wertvolle Daten werden, die zu den richtigen Entscheidungen bei der Gestaltung und Programmierung Ihrer Anwendung führen.

Mehrwert menschzentrierter Gestaltung

Warum das Ganze?

Steigerung von Umsatz- und Konversionsrate

Kunden können aus einer Vielzahl von Digital-Services und -Angeboten wählen. Nur zufriedene Nutzer, die sich einfach durch Ihre Prozesse bewegen können, nutzen Ihre Anwendungen gerne und immer wieder. Das schafft zufriedenere Nutzer und Kunden. Und das macht sich in barer Münze bezahlt.

Produktivitätssteigerung: Zeit- und Kostenersparnis

Entwicklungskosten können gesenkt werden, wenn man die Bedürfnisse der Kunden und Anwender gut kennt. Denn dann kann man sich auf das Wesentliche fokussieren, besser und schneller entscheiden und muss im Betrieb des Angebots weniger ändern und korrigieren, was auch im Nachgang Betriebs- und Supportkosten spürbar senkt.

Imagegewinn

Gute Produkte und Services aus Nutzersicht erhöhen die positive Wahrnehmung und erzeugen damit ein gutes Image. Das steigert nicht zuletzt den Wert der Marke – ob Corporate-, Produkt- oder Service Brand.

Bessere UX – höhere Kundentreue

Eine gute Usability und User Experience stellen sicher, dass Kunden und Anwender schneller und erfolgreicher ans gewünschte Ziel gelangen. Zufriedene Kunden bleiben Ihnen länger treu und empfehlen Sie ggf. sogar weiter!

Erfolgreicheres Online-Marketing

Im Suchmaschinen-Ranking machen sich Aspekte aus Usability und User Experience ebenfalls bemerkbar: Je schneller Ihre Seite, je öfter genutzt und je besser auf die Situation (Nutzungskontext) Ihrer Anwender angepasst, umso besser wird Ihr Angebot über Suchmaschinen gefunden.

Innovationspotential

Wenn Sie die Bedürfnisse Ihrer Kunden und Benutzer kennen, entdecken Sie ggf. auch Innovationspotential, das Sie ansonsten in Ihren Konzepten nicht bedacht hätten.

Und nicht zuletzt: Bessere Produkt- und Servicequalität

Die Qualität Ihrer Produkte und Dienstleistungen aus Nutzersicht ist besser, je umfänglicher Sie sie in Entwicklung und Betrieb Ihrer Anwendungen mit einbeziehen. Auch Aspekte der Barrierefreiheit sollten mit berücksichtigt werden. Denn Qualität macht sich immer bezahlt – egal, was sich sonst auch ändern mag.


Weichert / Quint / Bartel: UX Management:

„Es ist der Nutzer, der maßgeblich über den Erfolg oder den Misserfolg eines Produkts oder eines Services entscheidet.“

Vorgehen

Was braucht man, um nutzer- oder kundenzentriert zu arbeiten?

Was braucht es nun, um stärker auf den Kunden oder Nutzer fokussiert zu entwickeln? Ein erster Schritt ist die Bestandsaufnahme: Wo stehen wir aktuell im Unternehmen (= UX-Reifegrad / UX Maturity)? Wie entwickeln wir und wie stark beziehen wir reale Kundenbedürfnisse mit ein? Und was sind vor allem unsere Ziele? Verfügen wir über die notwendigen Ressourcen sowie Kompetenzen im Unternehmen oder dem Entwicklungs-Team? Denn um den Nutzer und seine Anforderungen zu berücksichtigen, benötigt man folgende Informationen...

Wissen über...

  • den menschzentrierten Prozess und seine Integration ins Unternehmen
  • die Nutzer, ihre Anforderungen, Bedürfnisse, Wünsche und Probleme
  • den richtigen Einsatz und die korrekte Anwendung von Methoden in jeder Phase des Prozesses
  • die nutzerzentrierte Gestaltung

Prozesse und UX

Lean, agil, nutzerzentriert...?

Prozesse und Arbeitsorganisation können von Unternehmen zu Unternehmen sehr unterschiedlich sein und sich sogar innerhalb von Teams oder Abteilungen unterscheiden.
Das Ziel bei der Einführung eines nutzerzentrierten Prozesses liegt nicht darin, bestehende Prozesse zu eliminieren, sondern diese geschickt miteinander zu verknüpfen. Eine erste Einschätzung über den aktuellen UX-Reifegrad hilft dabei, den Status Quo zu erheben und erste Schritte zu planen.
Nach dem UX-Reifegradmodell gibt es sechs Stufen, die ein Unternehmen in Richtung Nutzerzentrierung durchläuft und kontinuierlich entwickelt:

UX-Reifegrad eines Unternehmens

Stufe 6: Institutionalisierte UX
UX ist Teil der Unternehmensstrategie
Stufe 5: Integrierte UX
Der Entwicklungsprozess beginnt beim Nutzer
Stufe 4: Gemanagte UX
UX Management arbeitet projekt- und abteilungsübergreifend
Stufe 3: Projektbasierte UX
Budget und Personal für UX ist in einigen Projekten vorhanden
Stufe 2: Ad hoc UX
Einzelne Mitarbeiter versuchen sich in UX
Stufe 1: Fehlendes UX-Bewusstsein
Usability oder UX sind kein Thema

Sie wollen mehr sehen oder möchten uns gerne persönlich kennenlernen? Prima!

Carsten Menzel
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