Bitte mit Gefühl – Wenn die Bedienung mit einem System Spaß macht

Wie eine gute User Experience den Erfolgsfaktor beeinflusst

User Experience & Usability – der feine Unterschied

Spricht man von User Experience & Usability, so werden beide Begriffe im Kontext oftmals gleichgesetzt oder durcheinander gebracht. Dabei ist der Unterschied leicht zu merken: Usability, beschrieben als die „Gebrauchstauglichkeit“ eines Produkts, ist quantitativ messbar in Form von Usability-Tests; sie soll ein Nutzungsziel erfolgreich (also effektiv) und schnell (also effizient) mit möglichst zufriedenstellendem Ergebnis liefern.

Die User Experience (kurz: UX), das sogenannte „Nutzungserlebnis“, setzt dem Ganzen noch ein Krönchen auf: Erst wenn die Usability gut ist, der Nutzwert des Produkts erkannt und ein hindernisfreier Zugang geschaffen wurde und der Benutzer bei der Bedienung Spaß hat, dann wird ein ganzheitlich positives Nutzungserlebnis geschaffen und ein gutes Gefühl bleibt!

User Experience beginnt meist schon vor der eigentlichen Nutzung

Schon bevor ein Benutzer eine App herunterlädt, eine Website öffnet oder eine Software startet - kurz: ein interaktives System nutzt, beginnt sein Nutzungserlebnis mit dem Produkt. Er hat Erwartungen und Anforderungen an das System und ist in vielen Punkten vorher schon positiv oder negativ geprägt. Neben der Darstellung und Funktionalität spielen also auch Markenimage und Gefühle, Meinungen und das Empfinden vor, während und nach der Nutzung eine entscheidende Rolle.

Versuchen Sie es selbst: Denken Sie jetzt an ein Produkt, das Sie besonders mögen und gerne an Leute weiterempfehlen... Warum haben Sie genau an dieses Produkt gedacht? Hatten Sie eine positive Situation im Kopf? 

Herzlichen Glückwunsch an den Hersteller – er hat offensichtlich mit der User Experience bei Ihnen genau ins Schwarze getroffen ;-)

Joy of Use – Kann ich jeden Benutzer glücklich machen?

Jein! Da User Experience eine durchweg subjektive und zum Teil auch wechselhafte Wahrnehmung ist, kann man kaum jeden Benutzer glücklich machen. Aber durch das stetige Hinterfragen, Testen, Weiterentwickeln und Verbessern eines Systems, kommt man dem Ziel sehr nahe. Deshalb gilt: Testen Sie Ihr Produkt während und auch nach der Entwicklung mit Ihren Benutzergruppen und beachten Sie das Feedback Ihrer Benutzer und Kunden. Es ist Gold wert!

Grundlegend kann man eine gute User Experience dennoch von Beginn an in der Entwicklung eines Projekts fördern. Anhand des menschzentrierten Gestaltungsprozesses werden Themen wie Accessibility (Zugänglichkeit), Utility (Nützlichkeit) und Usability (Gebrauchstauglichkeit) umfassend integriert und einbezogen. Außerdem: Je detaillierter der Nutzungskontext eines Produkts zu Beginn untersucht und analysiert wurde, umso bessere Informationen erhalten Sie, um einen hohen Grad des „Joy of Use“ - also das positive Gefühl bei der Benutzung - zu erreichen.

„Bei User Experience geht es doch nur um Design!“ - oder: We call it a Klassiker.

In vielen Projekten und Teams, in denen das Thema User Experience aufkommt, landet es am Ende bei einem der Kollegen aus der Grafik und Gestaltung, mit der Bitte, sich darum zu kümmern. User Experience Design ist ein wesentlicher Punkt bei UX-freundlicher Gestaltung – aber es ist eben nur einer von vielen!

User Experience lebt, genauso wie die Usability, von seiner gesamten Betrachtung. Dabei spielen neben gestalterischen Aspekten ebenso Entwicklung und Technik, Marketing, Vertrieb  und Kundenbetreuung mit. Ein gutes Produkt-Entwicklungsteam setzt sich deshalb bei jedem dieser Punkte mit der Thematik der User Experience & Usability auseinander und integriert diese in den gesamten Lebenszyklus eines Produktes.

Wenn Sie mehr zur User Experience erfahren möchten, treten Sie doch mit uns in Kontakt:

Carsten Menzel